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Schirwan ist eine historische Region und war vom 8. bis 16. Jahrhundert der Staat der Schirwanschahen. Direkt an der Grenze zwischen Europa und Asien, von der Stadt Derbent im Norden bis zum Fluss Kura im Süden, an der Westküste des Kaspischen Meeres. Im kleinen Kaukasus, da, wo die Große Seidenstraße seit 1000 Jahren West und Ost verband und die zwei Welten miteinander kommunizieren ließ.

Das Ensemble Anima Shirvani ist ein auf historische Aufführungspraxis spezialisiertes Ensemble, das eine Verbindung zwischen europäischer Renaissance- und Barockmusik und traditioneller Musik aus Persien, Kaukasus und Anatolien herstellt. Die Musik, die meist auf Improvisation nach bestimmten, über Jahrhunderte mündlich überlieferten Regeln beruht, geht auf die Renaissance und das Mittelalter zurück, als Europa seine kulturelle "Wiederauferstehung" erlebte. Und so entstand die Idee einer "Seidenstraße", eines Ensembles, das Musik aus beiden Kulturen erforscht und verbindet. Bestehend aus international renommierten Künstlern, widmet sich das Ensemble nicht nur der authentischen Interpretation der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts auf höchstem Niveau. Vielmehr hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch seine Projekte das gegenseitige Verständnis zwischen westlichen und östlichen Kulturgesellschaften aufzubauen und bestehende Dogmen abzuschaffen.

 

TURAL ISMAYILOV
RENAISSANCEPOSAUNE,
KÜNSTLERISCHER LEITER

 

 

Als Spezialist für Alte Musik ist Tural Ismayilov regelmäßiger Gast bei Festivals wie Oude Muziek Festival Utrecht, Stockholm Early Music Festival, Bremer Musikfest, Festival Bach Montreal mit Ensembles wie AKAMUS Berlin, Weser Renaissance, Capella Cracoviensis, Lautten Compagney Berlin. Konzerte führten ihn u.a. nach Moskau, Tokio, Krakau, Taipeh, Washington, Oslo, Amsterdam, Venedig und Montreal. Als gefragter Kammermusikpartner wirkte er bei über 60 CD- und Rundfunkproduktionen mit.
Der aus Aserbaidschan stammende Musiker erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren.

Nach einem Posaunenstudium in seiner Heimatstadt Baku setzte er seine Ausbildung zum Orchestermusiker an den Musikhochschulen Münster und Hamburg fort und sammelte Erfahrungen im Philharmonischen Orchester Baku und bei den Hamburger Symphonikern.
Seine Leidenschaft für Alte Musik führte ihn schließlich nach Bremen, wo er ein Aufbaustudium für Barockposaune und historische Aufführungspraxis bei Wim Becu absolvierte.
Von 2015 bis 2022 war Tural Ismayilov Mitglied des renommierten Ensembles Capella de la Torre (Preisträger Echo Klassik 2016, 2017, Opus Klassik 2018).
Ab 2020 widmet sich Tural Ismayilov seinem eigenen Ensemble Anima Shirvani.  Mit seinen Projekten und deren Musik ist ihm die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturgesellschaften ein wichtiges Anliegen.  

 

Deniz Mahir Kartal wurde 1987 in Istanbul geboren. Von 2005 bis 2011 studierte er türkischen Volkstanz an der Technischen Universität Istanbul.

Neben dem Tanz gilt seine Leidenschaft vor allem der Musik. Mahir spielt Duduk, Kaval und andere traditionelle Instrumente, sowie Saxophon und Gitarre. Er macht seit seinem fünften Lebensjahr Musik und arbeitet an vielen Projekten, die sich den unterschiedlichsten Musikrichtungen verschrieben haben, von anatolischer Musik über Balkan/Ska/Reggae bis hin zur Elektronik. Er spielt in verschiedenen Bands aus der Türkei, Schweden, Deutschland und Tschechien.

Seit 2013 lebt Mahir in Berlin. Er hat viele neue Kontakte in der Berliner Musikszene gewonnen und gibt regelmäßig Konzerte in ganz Europa. Momentan konzentriert er sich vor allem auf sein Soloprojekt KafaNar, bei dem er mit seinen verschiedenen Instrumenten, Gesang und Loops einen hypnotischen tanzbaren Sound erzeugt.

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DENIZ MAHIR KARTAL
BALABAN (DUDUK), KAVAL

 
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PEDRO ALCÀCER DORIA
THEORBE, RENAISSANCELAUTE

 

 

wurde 1982 in Mexiko-Stadt geboren und wuchs in einem künstlerischen Umfeld auf, dank dem er schon früh mit seiner musikalischen Ausbildung begann. Er schloss sein Studium an der „Escuela Nacional de Música-UNAM“ ab und zog 2006 nach Barcelona, wo er bei Xavier Diaz-Latorre am Konservatorium von Gerona den „Berufstitel“ für Zupfinstrumente der Renaissance und des Barocks erwarb. Anschließend absolvierte er sein Studium an der die Hochschule für Künste in Bremen,  bei Joachim Held und Lee Santana. Später wechselte er nach Italien, wo er seine instrumentale Verbesserung bei Evangelina Mascardi fortsetzte. Parallel zu seiner intensiven professionellen Konzerttätigkeit als Solist und Kontinuist arbeitet er mit bedeutenden Dirigenten wie Gabriel Garrido, Alessandro di Marchi, Marco Mencoboni, Paolo Faldi, Riccardo Doni, Horacio Franco, Cristoph Hammer, Carlos Aranzay, u.a andere mit Konzerten auf hochrangigen Festivals und Foren in Italien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Tschechien, Belgien, den Niederlanden, Brasilien und Mexiko. Derzeit lebt er in Berlin, wo er mit verschiedenen Realitäten der Alten Musik in Europa zusammenarbeitet.

 

Dávid Budai studierte Viola da Gamba bei Hille Perl, Marianne Muller, Irene Klein und erlernte Improvisationstechniken von Martin Erhardt, Barnabé Janin und Jean-Yves Haymoz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der englischen Gambenliteratur des frühen 17. Jahrhunderts und auf der Entwicklung von Violinensembles während den frühbarocken Zeit. Seine kammermusikalische Arbeit unter anderem mit PRISMA, Ensemble Weser Renaissance bringt ihn in zahlreiche Länder Europas, sowie zum Festivals wie Utrecht Oude Muziek Festival(NL), Trigonale Festival Kärnten(AT), Ambronay Festival (FR).

Infolge der COVID-Pandemie legt er seinen Fokus auf Konzerte im regionalen Umfeld, Musikvermittlung für verschiedene Altersgruppen und solistische oder kleinbesetzte Projekte.

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DAVID BUDAI
VIOLA DA GAMBA

 

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Heidi Gröger hat sich als Gambistin, leidenschaftliche Lehrerin und Festivalleiterin in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Sie ist Dozentin für Viola da gamba an der Musikhochschule Frankfurt am Main, gibt regelmäßig Meisterkurse beim „vielklang Festival“ in Tübingen und unterrichtet bei den Sommerkursen auf Schloss Seehaus. Zusammen mit Johannes Weiss leitet sie das „Musikfest Eichstätt“ in ihrer bayerischen Heimatstadt.

Im weltweit angesehenem Gambenconsort Phantasm ist Heidi Gröger festes Mitglied und spielt dort Alt- oder Bassgambe aber auch den Violone. Mit dem Ensemble Fleury nahm sie die „Pièces des clavecin en concerts“ von J.-Ph. Rameau erstmalig auf einer 8-saitigen goldenen Gambe für Sony Classics auf. Bereits während ihres Studiums spielte sie mit dem Freiburger Barockorchester und ist Gastmusikerin der Akademie für Alte Musik und den Berliner Barock Solisten, dem Kammermusikensemble der Berliner Philharmoniker.

Ihre Vorliebe, die Alte Musik, entdeckte sie bereits während ihres Schulmusikstudiums an der Münchner Musikhochschule. Daraufhin studierte sie am Königlichen Konservatorium Den Haag bei Philippe Pierlot Viola da gamba und Barockcello bei Jaap ter Linden. Ihren Master erhielt sie mit Auszeichnung, und diverse internationale Wettbewerbsgewinne in der Alten Musik begleiteten ihre Ausbildung (Van Wassenaer Concours Den Haag 2004; York Early Music Festival International Young Artists Competition 2005; Biagio-Marini-Wettbewerb Neuburg/Donau 2003 und 2007). Seitdem ist Heidi Gröger freischaffend von ihrem Wohnort Berlin als Musikerin international tätig.


HEIDI GRÖGER 
VIOLA DA GAMBA
 

Peter Kuhnsch wurde in Nürnberg geboren.
Während seines Studiums der Percussion an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig stand Vielfalt an Instrumenten und Stilistiken an erster Stelle. Die
Leidenschaft für Handtrommeln aus verschiedensten Kulturen führte ihn immer weiter zu Kollaborationen mit persischer, arabischer und alter Musik.
Aktuell stehen Konzerte mit Lautten Compagney Berlin, Les Passions de l’Ame, Anima Shirvani und dem Ajam Quartet auf seinem Spielplan.
Peter lebt in Berlin und genießt dort die musikalische Fülle.

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PETER KUHNSCH
PERKUSSION

 

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